Materialeffizienz durch Wasser- und Chemikalieneinsparungen


"Erfolgreicher Abschluss einer Vertiefungsberatung"

Die Ressource Wasser spielt in praktisch allen Zweigen der Industrieproduktion eine zentrale Rolle. Der Anteil der Industrie an der gesamten Wasserentnahme von 45 Mrd. m³ in Deutschland beträgt heute rund 68%. Neben den ökonomischen Gesichtspunkten sind es vor allem ökologische Aspekte, die eine Minimierung des Chemikalienverbrauches, eine Optimierung der Nutzung der Ressource Wasser und Vermeidung von Abfällen in Form von Abwasser und Klärschlämmen fordern (z.B. Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz: Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe, Abfallvermeidung).

Die IFS GmbH & Co. KG hat gemeinsam mit einem Klientenunternehmen dazu ein strategisches Rahmenprojekt "Remote-Prozessführung der Wasser-/ Abwasseraufbereitung in Lackierereien" aufgelegt, dessen Zielsetzung die Online-Überwachung und Fernsteuerung dieser Wasseraufbereitungsprozesse in der Lackierindustrie ist.

Das Rahmenprojekt beinhaltete mehrere aufeinander aufbauende Teilprojekte, die durch die jeweiligen Fachabteilungen durchgeführt wurden:

  • Entwicklung geeigneter, den speziellen Anforderungen angepasster Dosiertechnik,
  • Entwicklung geeigneter Prozessleittechnik zur Fernüberwachung und Fernsteuerung der Prozesse,
  • Entwicklung geeigneter Sensoren und Messtechnik zur Erfassung der Prozessparameter.
                        

Die einzelnen Maßnahmen zur Materialeffizienz, Optimierung des Projekt- und Datenmanagements, KVP-Prozesse, direkte Einbeziehung von Mitarbeitern bei Problemlösungen wurden im Projekt umgesetzt und auf breiter Basis im Unternehmen dauerhaft implementiert.

  • Effizienz durch modulare Produktkonstruktionen (design to cost), verlustarme, optimierte Arbeitsabläufe und Service-/ Dienstleistungen, um sowohl den Anforderungen des Marktes (Umwelt- und Gesetzesauflagen) als auch dem effizienten Produkteinsatz gerecht zu werden.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: jeder einzelne Mitarbeiter wurde zu mehr bzw. zur kontinuierlichen Anstrengungen für eine Verbesserung der Materialeffizienz angeregt.
  • Effiziente Materialströme über begleitende Informationstechnik von der Produktentstehung über Abfallkreisläufe bis zur Materialsteuerung beim Kunden.
Ergebnisse:

Die Ergebnisse in diesem Bereich übertrafen alle Erwartungen. Mit Einsatz der automatischen Dosierregelung konnte der Verbrauch an Chemikalien um ca. 40% gesenkt werden. Durch eine neuartige Eigenentwicklung auf der Basis einer Elektroflotation ist eine Wiederverwendung des Abwassers in der Produktion möglich. Damit wäre eine Reduktion des Frischwasserbedarfs in der Produktion um 43%-48% möglich und unter Einbeziehung von chemiefrei aufbereitetem Regenwasser eine Reduktion um 100%.



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