IFS Unternehmertag am Freitag, 22.06.2007 in Oldenburg


„Stark im Prozess
– mit unternehmensspezifischer und praxiserprobter ERP-Software“


Für die Optimierung des Ressourceneinsatzes mittels eines Enterprise Resource Planning (ERP) Systems sind häufig hohe finanzielle Mittel notwendig. Neben den Grundkosten für das eigentliche ERP–System zählen dazu unzählige Lizenzkosten, Wartungsverträge, Gebühren und weitere Dienstleistungen für ein konfiguriertes System. Das Customizing in Verbindung mit den Basislizenzen übersteigt oft das Budget vieler Unternehmen.

Vor diesem Hintergrund lädt IFS am Freitag, 22. Juni 2007 zum erneuten Unternehmertag im Technologie- und Gründerzentrum in Oldenburg (TGO). Hierbei klären wir die Frage, welche Erfolge und wirtschaftlichen Ziele durch hohe Investitionen in top-level-Software erreicht werden können und welche Alternativen für die individuellen Ansprüche sinnvoll sind.

Grundsätzlich bestehen unterschiedliche Anforderungskriterien. Ein Großunternehmen muss über eine ERP-Lösung auch seine Konzernstrukturen abbilden können, gegebenenfalls Tochterunternehmen direkt anbinden und benötigt eine Vielzahl von komplexen, betriebswirtschaftlichen Funktionen. Bei kleinen oder mittelständischen Unternehmen (KMU) ist im Einführungsprojekt ein kompaktes Vorgehensmodell zu wählen und die Parametrisierung auf die wesentlichen Anforderungen einzuschränken. Neben komplexen, stark integrierten und für viele Branchen anpassbaren, universellen ERP-Systemen stehen einem KMU auch branchenspezifische ERP-Systeme mit reduzierter Komplexität zur Verfügung.

Einführung einer ERP-Software:

Die Einführung einer ERP-Software ist bei mittelständischen und größeren Unternehmen ein komplexes Projekt und lässt sich grob in zwei Phasen unterteilen.

1. Vorbereitungsphase: SOLL-Prozess-Definition und Auswahl

Vor Einführung einer neuen Unternehmenssoftware werden die Prozesse analysiert und ggfs. Veränderungen initiiert. Die angestrebten Ziel-Prozesse sollten dabei von Beginn an auf wichtige Markt- und Wettbewerbsziele ausgerichtet werden.

Die IFS praktiziert dabei ein Verfahren, das bereits in der Prozessfindungsphase mit den Fachbereichen Zieldefinitionen aushandelt und in allen 4 Quadranten einer Balanced Scorecard berücksichtigt. Im Anschluss wird deren Umsetzung einleitet. Es wird eine Prozess-Zielarchitektur aus den strategischen Zielen abgeleitet. Im Rahmen der Prozessdefinitionen wird der aktuelle Stand der Prozessorganisation als Ausgangssituation berücksichtigt. Im Hinblick auf strategische Ziele der Zukunft wie z.B.

  • Verbund in einem Supply Chain Netzwerk (SCM),
  • neue Lean Management Fertigungssteuerung,
  • dynamische “Knowledge“-Base Prozesse im Service oder
  • einer umfangreichen Zusammenarbeit (Collaboration) zur Kunden- / Service-Anbindung auf Basis von Internet-Portallösungen
wird der aktuelle Stand der Prozessorganisation ausgerichtet. Die daraus folgenden Anforderungen der Prozesse werden mittels Lasten- und Pflichtenheft abgeleitet. Nach einer kurzen gezielten Marktanalyse werden geeignete Anbieter, die auf die Zielarchitektur passen, eruiert. Beginnend z.B. mit klassischen ERP-Anbietern des Mittelstandes über Bedarfs orientierte ASP-Anbieter (Application Service Provider) bis zu SOA (Service Oriented Architecture) werden diese SW-Infrastrukturen gegenübergestellt und bewertet. Ebenfalls gilt es neben der ERP-Auswahl zu entscheiden, wie der operative Betrieb des IT-Systems durchgeführt werden soll. Ist es sinnvoll und möglich, die Pflege und Verwaltung mit dem eigenen IT-Team durchzuführen oder ist es sinnvoll und empfehlenswert, einen Outsourcer damit zu beauftragen? Auch solche Fragestellungen werden erörtert. Stets müssen bei der Betrachtung der IT-Strategie die zu erreichenden unternehmerischen Ziele in einem „gesunden“ Kosten- / Nutzenverhältnis (ROI – Return on Investment) stehen.

2. Umsetzungsphase

Die Softwareeinführung wird ggf. mit Unterstützung von IFS und natürlich vom Anbieterunternehmen oder einem Dienstleistungspartner des Anbieters geleitet, da hier oftmals entsprechend hohe Systemkenntnisse eine primäre Rolle spielen. Nach Migration / Erfassung der Daten (Stammdaten) werden die definierten ggf. veränderten Geschäftsprozesse in der ERP-Software mittels parametrisierenden Customizing-Einstellungen oder Report-Anpassungen abgebildet. Nach mehreren Simulationen der Geschäftsprozesse sowie einer Testphase startet dann der Echtbetrieb der ERP-Lösung. Diese Projektierungen erfordern eine sehr gute Kommunikation / Professionalität des Projektteams, um das gewünschte Implementierungsziel bereits während der Einführung des Systems nie aus den Augen zu verlieren. Es gilt in möglichst kurzer Zeit schnell wirksame Erfolge zu erreichen. Dann kann mit viel Motivation der Mitarbeiter gerechnet werden und die bei einer Systemimplementierung benötigte große Einführungskraft wird von der Mannschaft auch zur Verfügung gestellt. Das heißt, der Erfolg einer Einführung ist im hohen Maße abhängig von einer großen Akzeptanz zur ausgewählten Lösung und zur gewählten Vorgehensweise mit entsprechender Synchronisation und Übereinstimmung bezogen auf die Unternehmensziele.
 

In der Prozessfindungsphase werden mit den Fachbereichen Zieldefinitionen aushandelt und in allen 4 Quadranten einer Balanced Scorecard berücksichtigt.

Exkurs:

Der Begriff Enterprise Resource Planning bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (wie zum Beispiel Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzuplanen.

Der ERP-Prozess wird in Unternehmen häufig durch komplexe ERP-Anwendungssoftware-Systeme unterstützt. ERP-Systeme sollten weitgehend alle Geschäftsprozesse abbilden. Eine durchgehende Integration und eine Abkehr von Insellösungen führen zu einem rezentralisierten System, in dem Ressourcen unternehmensweit verwaltet werden können.

Die Systeme unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer fachlichen Ausrichtung (Zielbranchen), der Skalierbarkeit bei unterschiedlichen Unternehmensgrößen und den zum Einsatz kommenden Technologien (Datenbanken, Programmiersprachen, unterstützten Betriebssystemen, etc.).

Es lässt sich der Trend beobachten, dass immer mehr Anbieter auf webbasierte Produkte setzen. Hierbei wird z. B. die System-Oberfläche in einem Browser-Fenster dargestellt. Dies bietet unter anderem die Möglichkeit, auch unternehmensexterne Zugriffe auf das eigene System zu realisieren und somit z. B. Lieferanten oder Kunden direkt in die Geschäftsprozesse einzubeziehen.

Der Ansatz, über die Unternehmensgrenzen hinaus zu sehen und zu agieren, ist der Grundgedanke von ERP II-Systemen. Dies beinhaltet in gewisser Weise auch den Kern serviceorientierter Architekturen.

Kommerzielle ERP-Software

Ein großer Teil des weltweiten ERP-Marktes ist zwischen den Anbietern SAP, Oracle, PeopleSoft, J.D. Edwards, Sage, und Microsoft Dynamics NAV aufgeteilt.

Lizenzgebundene ERP-Software wird von ERP-Anbietern angeboten, die Lizenzgebühren für die Installation und Nutzung der Software verlangen und darüber hinaus, auf Basis dieser Software, kostenpflichtige Dienstleistungen erbringen. Meist fallen für die Nutzung auch jährliche Wartungsgebühren an.

Freie ERP-Software

Zunehmend wird auch lizenzgebührenfreie ERP-Software angeboten. Freie ERP-Software wird von ERP-Anbietern angeboten, die auf Basis dieser Software kostenpflichtige Dienstleistungen erbringen.

Freie ERP-Systeme sind technisch gesehen durchaus konkurrenzfähig, von Bedeutung bei der Auswahl sind jedoch Fragen der Haftung sowie die Themen Weiterentwicklung, Wartung und Service. Durch die allgemeine Verfügbarkeit des Quellcodes bieten freie ERP-Systeme ansonsten prinzipiell eine größtmögliche Unabhängigkeit vom Hersteller und damit eine große Zukunftssicherheit, die ausschließlich von den dauerhaften Nutzenvorstellungen der Anbieter und Anwender abhängig ist.

Einige verfügbare ERP-Software Systeme mit offen gelegtem Quellcode sind zurzeit: AvERP, Compiere, ERP5, IntarS, Lx-Office, SQL-Ledger, ASP-XTend und webERP.

Der Unternehmertag bietet einen hohen Nutzwert für Ihr Unternehmen!
Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, Führungs- und Fachkräfte – kurz: an Personen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in ihrem Unternehmen aktiv verbessern wollen.

Neugierig? Dann besuchen Sie unseren Unternehmertag am Freitag, 22.06.2007 in Oldenburg. Alle weiteren Infos entnehmen Sie unserer Beilage. Es lohnt sich für Sie! Bitte nutzen Sie zur Anmeldung folgenden Anmeldebogen oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.

Anmeldebogen - Unternehmertag, 22. Juni 2007 in Oldenburg

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